Archiv für September 2008

Erstaunlich simple Erkenntnis.

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Muslimischer Kreationismus.

Dass es ihn gibt, war naheliegend, aber irgendwie mir bisher noch nie so ins Auge gefallen. Ein Interview mit Adnan Oktar, Hardcore-Muslim und Antizionist findet sich auf Spiegel Online – der Mann scheint einen Narren an Darwin gefressen zu haben – und teilt mit Evolutionsbiologen und Memgläubigen zumindest die Vorstellung, dass Darwins Theorie in fast allen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen ihren Niederschlag findet.

Mega-stylish.


… nämlich der erste tschechoslowakische Science-Fiction-Film von 1963, Ikarie XB1. (Trifft es zeitlos am besten?)

Dinosaurierbasteln

Oh, mein Gott, sehen diese Echsen lebendig aus…
Irgendwie gab es für mich immer schlechte Dino-Darstellungen („Eine Millionen Jahre vor unserer Zeit“) und gute Dino-Darstellungen („Jurassic Park“) und bei der einen Kategorie hatte ich dilettantische Knetfiguren im Hinterkopf und bei der anderen Unmengen an cleveren Programmierern… die Allmacht der CGI sozusagen. Dass das alles dermaßen hardware-basiert funktioniert, hätte ich mir nicht träumen lassen, bis ich über diesen Film (leider ohne Angaben, wo und wofür die Modelle entstanden sind) gestolpert bin.

Nachtrag: Vermutlich ist der Zusammenschnitt aus dem Making-Of der BBC-Fernsehproduktion „Walking with Dinosaurs“ von 1999 – das würde zumindest das „WWD“ zu Beginn erklären…

„Good morning, peasant.“*

(*Zitiert aus: The Black Adder, „The Witchsmeller Pursuivant“, 1983)

„That’s the end of the world as we know it…“

Interviewer: “So, you spent $8 billion dollars trying to build a machine that would either discover something cool or destroy the universe. Is it fair to say you are not a people person?”

Kann man diesen Menschen trauen?

LHC. CERN. Higgins-Boson. Kleine schwarze Löcher. Ein kostenloses Torchwood-Hörspiel auf den Seiten der BBC zum Download. Und ein kleiner Blick auf die Webcam des Cerns findet man hier.

Vielleicht die größte technische Innovation des noch jungen 21. Jahrhunderts. Vielleicht ein wunderbares Beispiel für das bedingungslose JA einer technokratischen Elite zu Fortschritt, egal, was der Rest der Menschheit davon hält. Um es mit Scott Adams Worten zu sagen:

„…and who exactly ran the numbers to decide it wasn’t that risky? After all, the whole point of the Large Hadron Collider is to create conditions that are not predictable. If someone already predicted what would happen using nothing but his laptop and Excel, and determined it was safe, I don’t think we’re getting our $8 billion worth.“

Technological studies…

In Cottbus stoßen die Studenten auf eine Randerscheinung der Philosophie. An der technischen Universität hat Klaus Kornwachs einen der fünf bundesweiten Lehrstühle für Technikphilosophie. Und wartet darauf, dass man nach dem Ethikboom endlich erkennt, wie wichtig sein Fach für die gesellschaftliche Entwicklung ist. Zwar befassen sich bundesweit mittlerweile etwa 20 Philosophen mit dem Thema, doch bisher fehle es an einer Lobby, sagt der 61-Jährige. Nur über Stiftungen gelinge es, Drittmittel einzuwerben.

(Marion Hartig: Gehen Deutschland die Denker aus? SpiegelOnline, 09.09.2008)

Die Beschäftigung mit sozialen und ethischen Problemstellungen, die mit der Beschleunigung technischer Entwicklung an Bedeutung gewinnen, eine begrenzte Anzahl an Lehrstühlen, keine Interessenvertretung, die die eigenen Standpunkte bekannt macht und Geldmangel – klingt nach Technikgeschichte…

Katz- und Maus-Spiel auf der Baustelle.

Einen wunderschönen Eindruck von gegenstrom08 gibt eine Slideshow auf attenzione-photo.com - für alle, die sich schon mal fragten, wie solche Aktionen ungefähr aussehen vielleicht ein kleiner Einblick.

Vattenfall beschäftigt Zyniker.

(Foto: dpa, gefunden auf www.taz.de)

Eine Demonstration von 600 Vattenfall-Mitarbeitern in Hamburg für den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks in Moorburg, das den CO2-Ausstoß der Elbmetropole um 40 % steigern wird – und einer der Demonstranten trägt ein Schild mit der Aufschrift „Hamburger verdienen mehr als 16°C Raumtemperatur“… Lautet der nächste Vattenfall-Slogan dann „Vattenfall. Wir machen Ihnen warm“ oder „Vattenfall. Global warming auch für Hamburg!“?