Micropaleontology? (Idle, 1998)

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In Kalifornien suchen Archäologischen in den Ruinen der berüchtigten Olompali-Ranch nach Überresten der Hippie-Szene – und finden Bierdosen, Schallplatten, Kleidungsstücke, Schuhe…
Natürlich wird das ganze Projekt auch kritisiert: Ab wann ist etwas Geschichte und gehört zum Arbeitsfeld der Archäologen? (Im nächsten Schritt könnten Archäologen beginnen, den Müll des Bundeskanzleramtes zu durchsuchen…;) Projektleiter Parkman sieht das Ganze zumindest aber als sinnvolle Vorarbeit für Archäologen der Zukunft an… und eine interessante Sache für Archäologen hierbei zu analysieren könnte sein, was Fundstück archäologischer Grabungen wird und was nicht und wie dabei Bilder für Archäologen verzerrt werden könnten.
So fanden die Archäologen in der Burdell-Villa bisher überwiegend Rumba- und Jazz-Schallplatten aus den 1940ern und 1950ern – die der damals mit 47 Jahren ältesten Mitbewohnerin gehörten. Im Gegenzug fehlen Jimi Hendrix und andere Klassiker der 1960er. Aus unserer Zeit, mit Zeitzeugen, lässt sich dies erklären. In 100 Jahren hätte ein Historiker anhand der archäologischen Befunde durchaus einen fundamentalen Paradigmen-Wechsel über die Hippie-Szene der 1960er verkünden können, die entgegen allen Quellen bei sich daheim wohl eher die Musik ihrer Eltern gehört hätten…


Grabung bei San Francisco: Was von der Hippie-Kommune übrigblieb. Spiegel Online, 10.03.2009

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