Archiv für Mai 2009

Klaus Staeck auf eines.tages

Staeck Spiegel Online

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„Bankensicherungsschirm“

Einen Artikel über den Künstler und Politgrafiker Klaus Staeck (der seit mehreren Jahrzehnten wunderbar linke Plakate zum Zetgeschehen bastelt, gibt es heute auf eines.tages.

Christoph Gunkel: Plakatkünstler Klaus Staeck: Pro! Vo! Ka! Tion! eines.tages, 29.05.2009

Bücher der letzten Tage

Rudolf Stoff Philosophie des Organischen bei Samuel Butler
Rudolf Stoff, Die Philosophie des Organischen bei Samuel Butler. Wien, 1929


Ian V. Hogg, John Weeks, An Illustrated History of Military Vehicles. London, 1980

Technik und Ethik
Hans Lenk, Günther Ropohl, Technik und Ethik. Stuttgart, 1993

Smells like ’68

Spiegel Promo

Zugegeben, wir werden die Generation der armen, arbeitslosen Universitätsabsolventen werden (Generation-Ⓐ?) – aber zumindest auch die der gebildetesten, weisesten, akademischsten und promoviertesten armen arbeitslosen Universitätsabsolventen, wenn jetzt jeder vorm Gang zur Agentur und schlußendlichem Stempelgehen noch kurz seinen Master bzw. Doktor hinknallt… Vielleicht nicht die prickelndste Grundlage für eine moderne Gesellschaft, aber auf jede Fall auch nicht die schlechteste. (Und am Anfang sagten mir noch alle, dass ich möglichst schnell mit dem Bachelor fertig werden soll…)

„In Zeitungen und auf den großen Jobbörsen nach Stellen zu suchen, bringt wenig, sagt Trost … Eine Lösung könne auch sein, an die Uni zurückzukehren und noch „einen Master oder einen Doktor draufzusetzen“.“

Christoph Titz, Miese Job-Chancen für Uni-Absolventen: Letzter Ausweg Doktortitel. Spiegel Online, 29.05.2009

Dilemma.

Oh, ok…

Eine südafrikanische (weiße) Schauspielerin weigert sich, ihrem Kollegen (schwarz) einen langen Kuss bei einem Theaterstück zu geben, was in Südafrika einen Aufschrei der Empörung zu Folge hat. Es kommt zu einer Debatte über immer noch in der südafrikanischen (weißen) Gesellschaft vorhandenen Rassismus, vor allem, da die Schauspielerin anscheinend außer der Erklärung, dass sie den Kuss unhygienisch fände und ein Theaterstück für Kinder keinen 20sekündigen Kuss zeigen sollte, deutliche Anzeichen von Ekel dabei zeigte:

„The play’s director, Leslie Ehrhardt, supported Dyantyi’s account. „Without a doubt there was a racial element from the word go until the very end,“ he said. „Carolyn underlined it with her general behaviour towards Unathi. She pushed him away and her face was screwed up, as if kissing him was the worst thing in the world.“

Die Frage, die ich mir nun stelle (ohne die ganze Geschichte bewerten zu wollen): Wie wägt man als ein in der Wolle gefärbter Linker in einer solchen Situation ab zwischen der antirassistischen Position, dass eine Schauspielerin genauso bereit sein sollte, Kollegen schwarzer wie weißer Hautfarbe zu küssen – und der antisexistischen Position, dass ein Mensch grundsätzlich selbst entscheiden sollte, wen er wann, wo und wie küsst, sich nicht dafür rechtfertigen muss, wenn er es nicht tun will und es auch kein Arbeitsverhältnis geben sollte, das einem Menschen sexuelle Handlungen aufzwingt?

White actor’s refusal to kiss black man turns into a race row in South Africa: Racism allegation hits South African production / Scene unsuitable for child audiences, woman says, The Guardian, 28. Mai 2009

… und achja…

karohemd

*heul*… es war sowas von klar: NATÜRLICH studieren Gründer und Mitglieder der StudiVZ-Gruppe „Karohemd 4 Life“, die dazu aufruft, jenes Spießigste aller Kleidungsstücke als „Privileg“ zu betrachten, allesamt an der Uni Karlsruhe… lassen sich natürlich auch im uniformen Dresscode vorm Karlsruher Audimax ablichten… und beharren dann tatsächlich darauf, dass Karohemden „kein Klischee“ seien.

Karohemd und Samenstau…

Fotobloggggg!

… und endlich habe ich wieder ein Fotohandy… und zwar ein Sony Ericcson C902 mit 5.0 Mexapixel. Was bedeutet, dass mein Handy inzwischen so gute Bilder macht, wie die schlechteren Digitalkameras meiner Freunde.

Naja, das alte Motofone hat ganz gute Dienste geleistet (und leistet sie noch immer, da eine Freundin direkt nach dem Kauf mich besuchen kam und es mitgenommen hat). Aber irgendwann wollte ich dann doch wieder ein cooles Handy haben, mit dem man jeden Müll dokumentieren kann, der einem über den Weg läuft. Wie etwa die neue farbige Digitalanzeige der S2 Richtung Rheinstetten. Das Schild des Dönerladens zwischen Kronenplatz und Schloß, das vor meinen Augen heute morgen von einem Moninger-Laster gekappt wurde. Oder meine tollen neuen Schuhe. Außerdem gibt es jetzt eine neue Rubrik: „Ich les gerade…“, die ich hier gleich beginnen kann…

George B. Dyson Darwin im Reich der Maschinen

Radovan Richta Technischer Fortschritt

Penthouse-Slums

Spiegel Online Hongkong

2

„Soziologen sind hin und her gerissen zwischen der Forderung nach sozialen und ökonomischen Bedingungen, unter denen solche Wohnformen nicht nötig sein sollten – und der Sympathie für die kreativen Aspekte dieser Strukturen. Sie sprechen von einer sich selbst organisierenden Nischenarchitektur, verweisen auf die utopischen Aspekte eines partizipativen Wohnens, bei dem die Bausubstanz nach individuellen Bedürfnissen variiert wird. Und sie beleuchten die Kraft dieser Soziotope, aus Not und Enge kulturelle Energie und widerständige Lebenskunst hervorzutreiben.“

Karin Schulze, Dachhütten in Hongkong: Slum in Penthouse-Lage. Spiegel Online, 26.05.2009

Großbritannien…

…ist komisch. Hierzulande formieren sich Linke, Grüne, FDP und ein bißchen die Piratenpartei gegen die sich steigernde staatliche Überwachung und Zensur, es gibt die Online-Petition gegen die Sperrung von Webadressen – und die SPD in der großen Koalition bleibt ziemlich still gegenüber den Wünschen ihres christdemokratischen Regierungspartners und des Innenministers Schäuble. So weit, so gut. Liberale und Linke gegen Überwachung und für Bürgerrechte, Konservative dafür und die SPD eigentlich etwas dagegen, aber in der Regierungsverantwortung auch ganz schön dafür.

In Großbritannien, einem Land, das auf der einen Seite die meisten Überwachungskameras einer westlichen Demokratie haben dürfte, in dem zum anderen spezielle Watchdog-Organisationen in Fällen wie dem Tod eines Zeitungshändlers bei den G20-Protesten hart gegen die Polizei vorgehen, äußert sich nun ein konservativer MP kritisch gegen die Überwachungspolitik der Labour-Regierung, wirft der Linken allgemein das Überbordwerfen bürgerrechtlicher Positionen vor – und stellt die Frage:


„‚When do you become a police state?‘…‘When the government knows everything about you? When there is a database of every aspect of your life from childhood to senior citizenhood? When the government can track every car on the motorway? When they can snoop on you without any warrant or check? When they can arrest you for photographing a policeman? When the government agents covertly collude in the torture of suspects?‘“

Liberty and the left: Conservative MP and former shadow home secretary David Davis debates the motion ‚Does the left still care about liberty?‘ in the Guardian’s Hay debate, The Guardian Online, 25. Mai 2009


The left is a lonely place on liberty. Is this a police state? And what is liberty anyway? David Davis, Henry Porter, Charles Clarke and Conor Gearty cross swords, Afua Hirsch, The Guardian Online, 25. Mai 2009

TARDIS.


Aufgenommen morgens nach einer WG-Party bei Dennis im Oktober 2007… die Dinger haben noch eine Analoganzeige und passen wunderbar zu den winzigen, klapprigen Heidelberger S-Bahnen…

Woche der technischen Erzählung.