Noch was zum Mob:

Mit einer innovativen Aktionsform wollten Neonazis in diesem Jahr in Form von „Flashmobs“ zur Heß-Ehrung antreten. Doch die flapsige Nazi-Feier stieß in den eigenen Reihen nicht nur wegen zu viel Modernismus auf Kritik; es wurde auch befürchtet, damit liefere man unnötig „Kameraden“ an Polizei und Antifa aus. Zur Verteidigung des Konzeptes traten in der Folge nur noch wenige Neonazi-Gruppen an wie etwa das Internetportal „Spreelichter“ aus Südbrandenburg, das von Szenekennern als Ursprung der „Hessmob“-Idee vermutet wird.

Und weiter:

Doch die Lausitzer „Widerstandskämpfer“ fanden bundesweit nur wenig Widerhall. In den alten Bundesländern trafen sich nur vereinzelt kleine Gruppen von Neonazis in Provinzstädten wie etwa dem badischen Emmendingen, wo ein knappes Dutzend Heß-Fans auf bereits wartende Gegendemonstranten traf. In verschiedenen Städten wie Ulm, Karlsruhe, Darmstadt, Bonn, Frankfurt/Main und selbst in kleineren Orten wie Schwarzenbek (Schleswig-Holstein) warteten jeweils Hunderte Nazi-Gegner auf den angekündigten „Hessmob“, der dort jedoch mit Null-Präsenz ausfiel. So hatten auch die jeweils bereit stehenden Polizeikräfte wenig zu tun. Lediglich in Wetzlar wurde nach Polizeiangaben auf der Lahn ein Schlauchboot mit Rechtsextremisten aufgegriffen. Die Beamten stellten die Personalien des Mobs im Gummiboot fest.

Rocken ist was anderes.

Neonazis: Brauner Mob flashte nicht. redok, 17.08. 2009