Auch das ist Technikgeschichte.

Die wohl größte Spickzettel-Sammlung der Welt besitzt ein Lehrer in Nürnberg.





„Seit einiger Zeit beschäftigen sich auch Forscher mit den kleinen Papieren. Man könnte fragen: Braucht die Welt das wirklich auch noch, eine Spickzettelforschung? Was können die Papierchen über unsere Kultur verraten, das wir nicht schon längst wüssten? Günter Hessenauer sagt: zum Beispiel wie lange es dauert, bis eine Lehrplanänderung im Unterricht ankommt.

Der Sammler selbst nutzte den Dickbauch des Biolehrers

Zum Beispiel in Geschichte: Früher wurden fast ausschließlich Zahlen gepaukt. Heute lernen Schüler historische Zusammenhänge. Wann aber kam diese neue Didaktik in den Klassenzimmern an? Ab wann wurde sie nicht nur gelehrt, sondern auch geprüft? Auch für Sprachforscher könnten Spickzettel wichtig sein. Hessenauer würde zum Beispiel interessieren, ob es Parallelen zur SMS-Kultur gibt. Wann kam das Wort „Amiland“ auf? War es zuerst als neutrale Abkürzung auf Spickzetteln, bevor es als abfällige Bezeichnung für die USA in Sprachgebrauch kam?“

Ariane Stürmer, Schummelnde Schüler: Die besten Spick-Tricks der Welt. Spiegel Online, 03.09.2009
Susanne Lettenbauer, Galerie des Schummelns: Kleine Zettel, große Wirkung, Spiegel Online, 08.06.2007


1 Antwort auf “Auch das ist Technikgeschichte.”


  1. 1 Torpedorocker 06. September 2009 um 8:44 Uhr

    Ach, wäre ich doch noch mal in der Schule, dann könnte ich bestimmt die ein oder andere Idee ausprobieren. Hättest mit dem Artikel mal ein paar Jahre früher kommen müssen, dann hätte es auch mir was gebracht :)

    Habs aber auch so geschaft.

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