Archiv für November 2009

Pressemitteilung des UStA zum Hörsaalumzug am 30.11.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei übersende ich Ihnen, mit der Bitte um Veröffentlichung, eine Pressemitteilung des Plenums des besetzten Redtenbacher-Hörsaals am KIT, ehemals Plenum der besetzten Hörsäle Daimler und Benz am KIT

schöne Grüße

Noah Fleischer

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*Wir sind umgezogen*

Die Besetzerinnen und Besetzer der Hörsäle Daimler und Benz zogen am heutigen Montagmorgen um 03:30 Uhr in den Redtenbacher-Hörsaal um. Damit ziehen die Besetzerinnen und Besetzer die Konsequenz aus der Drohung des Präsidiums, die Hörsäle Benz und Daimler räumen zu lassen. Das vorhergehende Angebot der Besetzerinnen und Besetzer, das Stattfinden aller Vorlesungen zu garantieren und dafür gegebenenfalls den Benz-Hörsaal freizugeben, schlug das Rektorat aus und signalisierte damit keinerlei Verhandlungsbereitschaft. Dieses destruktive Vorgehen des Rektorats müssen wir aufs Schärfste kritisieren. Wir beugen uns dennoch den Forderungen, die Lehrveranstaltungen in den Hörsälen Daimler und Benz stattfinden zu lassen, da wir Widerstand gegen die Räumungsandrohung des Rektorats als nicht zielführend ansehen. Dennoch möchten wir unsere konstruktive Arbeit fortführen. Wir befürchten, dass der mediale Druck und der Rückenwind, den wir als unabdingbar für die Durchsetzung unserer mühsam und sorgfältig erarbeiteten Forderungen als unbedingt erforderlich sehen, nach einer Beendigung der Besetzung abebben würde.

* Darum machen wir weiter!*

Obwohl das Rektorat nicht vorher mit den Besetzerinnen und Besetzern verhandelte, konnte bereits für die um 08:00 Uhr stattfindende Vorlesung Ersatz gefunden werden. Wir sind zuversichtlich, für alle kommenden Veranstaltungen Ersatzräume finden zu können. Wir fordern das Rektorat auf, uns hierbei zu unterstützen und die Besetzung des Hörsaals als momentan unvermeidbar zu akzeptieren. Schließlich wird besonders in Karlsruhe immense, strukturierte und inhaltliche Arbeit geleistet, die nicht nur in den allabendlich stattfinden Plena, sondern vielmehr in den dazwischen tagenden Arbeitskreisen geschieht. Es ist nicht unser Ziel, den Lehrbetrieb zu stören, aber wir benötigen Raum, um diese Arbeit fortzuführen.

Aktuell werden Versorgungseinrichtungen und Büro wieder eingerichtet, die Arbeitskreise werden zeitnah ihre Arbeit wieder aufnehmen. Unsere Arbeit ist bei weitem noch nicht vorüber.

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Noah Fleischer – Außenreferent
Unabhängiger Studierenden Ausschuss (UStA) der Universität Karlsruhe(TH)
Adenauerring 7
76131 Karlsruhe

Tel.: 0721 608 846-7
E-Mail: aussen@usta.de

AK Kultur trifft sich 13.15h in der chilligen Sofaecke vor dem Redtenbacher-HS!

Hui…. Besetzung geht in eine neue Runde…;)

Redtenbacher-HS besetzt!

Die Besetzer von HMU und HMO sind heute nacht ungefähr zwischen 1 bis 3 Uhr in den daneben gelegenen Redtenbacher-Hörsaal umgezogen, Grund dafür war ein Ultimatum des KIT-Präsidiums. Prorektor Becker war heute morgen schon im neuen Hörsaal, anscheinend wird die neue Besetzung vom Rektorat geduldet. Für alle Studis, deren Veranstaltungen im Redtenbacher-HS stattfinden sollte, gibt es Ersatzhörsäle.

Redtenbacher war übrigens einer der ersten Ingenieure, der seine Studis zu einer breiten Allgemeinbildung trieb und zu einem Studium Generale aufrief…

Zu Besuch bei den letzten Nomaden.

Hazda Nomaden

Michael Finkel, Nomaden in Afrika: Mit den Hazda zurück in die Steinzeit. Spiegel Online, 29.11.2009

Hipplers Ultimatum.

This is me, bein‘ clever…

as cunning as a fox what used to be Professor of Cunning at Oxford University but has moved on, and is now working for the UN at the High Commission of International Cunning Planning… und nun sehr verkatert. Verdammt guter Plan, nur auf ein Bier zum Carl-Benz zu ziehen? Naja, irgendwie ging es ganz schön lange und aus dem einen Beabsichtigten wurden unzählige, perlige, eiskalte und herbe Höpfner…

Erkenntnis des Abends: Wenn man eine Horde Burschis vertreiben will, muss man nur dafür sorgen, dass sich einer der Unterlinge („Füchse“?) daneben benimmt (=sich eine Zigarette schnorrt, eine haltlose politische Position äußert) und dann lautstark darauf hinweisen. Prompt erscheint der zuständige Oberling, flüstert ihm hektisch ein paar Worte ins Gesicht, worauf der Unterling sehr steif und rot im Gesicht wird – und flux zieht die ganze Gruppe nach Hause, um wahlweise ohne Abendbrot ins Bett geschickt oder im Folterkeller hart rangenommen zu werden.

Hilfe… noch eine Aspirin…

Pforzheimer Rathaus durchsucht.

Dass Ex-Bürgermeisterin Christel Augenstein eine auf dem rechten Auge blinde Thatcheristin war, die mit viel Elan eine in den 1990ern mühsam aufgebaute Jugendkulturszene zerschmetterte und dafür lieber ihre konsumistischen Prestigeprojekte wie etwa die Schlösslegallerie pflegte, das wussten wir schon alle. Aber das überrascht uns doch:

Im Mittelpunkt der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue stehen den Angaben zufolge die Verantwortlichen der Kämmerei der Stadt sowie die frühere Oberbürgermeisterin Christel Augenstein. Die Staatsanwaltschaft Mannheim war zunächst nicht zu erreichen.

Pforzheimer Rathaus durchsucht, ka-news, 24.11.09

Zusammenstöße zwischen Studierenden und Polizei in den USA



Proteste gegen Sparkurs: Verhaftungen an Elite-Uni Berkeley. Spiegel online, 21.11.2009

We didn‘t mention twitter, did we?

KITbrennt auf twitter

Pressemitteilung von AL und GHG auf ka-news veröffentlicht

…zudem wurden die Solidaritätsbekundungen der Fachschaften GeistSoz und Mach/CIW sowie der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe bekannt gegeben…

„Karlsruhe (dac) – Seit Anfang der Woche dauern die Studentenproteste in zwei Hörsälen des KIT an. Dabei haben die Besetzer klare Forderungen an die Politik gestellt. Nachdem konservative und liberale Hochschulgruppen die Protestaktionen kritisiert hatten, äußerten am Freitag die Grüne Hochschulgruppe (GHG), Alternative Liste (AL) und die Fachschaften der Maschinenbauer und der Chemieingenieure ihre Solidarität mit den Besetzern.

Hinsichtlich der ablehnenden Haltung des Rings Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) zum Bildungsstreik erwidert Yannick Oster von der Grünen Hochschulgruppe (GHG): „Wie kann der RCDS eine Stärkung der studentischen Mitbestimmung des KIT fordern, wenn er gleichzeitig die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft ablehnt?“ Nach den Solidaritätserklärungen verschiedener Fachschaften und des Unabhängigen Studierenden Ausschuss (UStA) sehe die GHG außerdem die Behauptung des RCDS widerlegt, wonach ein Großteil der Studierenden nicht hinter dem Protest stehe.

Volle Unterstützung für die Forderungen

Sein Kollege Anselm Laube ergänzt: „Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst muss Beschlüsse des KIT-Senats und fortbestehende Beschlüsse des Senats der Universität Karlsruhe umsetzen.“ Es sei nicht nachvollziehbar, dass dort Vereinbarungen, die zwischen Professoren, Mitarbeitern und Studierenden getroffen wurden, wieder gekippt würden.

Entsprechend bekundet die GHG ihre volle Unterstützung für die Forderung der Hörsaal-Besetzer nach „Abschaffung der Studiengebühren, freier Bildung für alle statt Elitenförderung, Demokratisierung des Bildungssystems sowie Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft“ (siehe auch: „Besetzung der KIT-Hörsäle geht weiter“).

Äußerungen von RCDS und LHG „realitätsfern“

Ähnlich äußerten sich Vertreter der Alternative Liste (AL) mit Verweis auf die Kritik von RCDS und liberaler Hochschulgruppe (LHG): „Die Äußerung beider Hochschulgruppen, dass nur ein kleiner Teil der Studierenden hinter der Besetzung stehe, ist angesichts der breiten Unterstützung durch Fachschaften, viele Hochschulgruppen sowie kulturelle Initiativen wie dem Arbeitskreis Kultur und Kommunikation (AKK) und dem Unitheater realitätsfern und zeugt von einer ungenügenden Beschäftigung mit der Thematik wie auch einer polemischen Informationspolitik“, so Nadja Brachmann, Mitglied des Studierendenparlaments.

Der Vorwurf, die Besetzung habe „Event-Charakter“, durch den Vorsitzenden der LHG ignoriere die große Zahl der gehaltenen Vorträgen zahlreicher Hochschuldozenten und Studierender. In diesem Zusammenhang verwies Brachmann auch auf den Landtagsabgeordneten Johannes Stober (SPD), der die Streikenden über Umsetzungsmöglichkeiten ihrer Forderungen beriet sowie auf hochrangige Vertreter des Rektorats, die sich den Fragen der Besetzer gestellt hatten.

Solidarität mit der Protestaktion

Zu den Gruppen, die sich bereits mit den protestierenden Studenten solidarisch erklärt hatten, gehören neben der Juso Hochschulgruppe Karlsruhe und dem UStA auch die Fachschaften der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Physik sowie die gewerkschaftlich studierende Gruppe Karlsruhe.“

Studentenproteste: Solidarität für die Besetzer, ka-news, 20.11.2009