The end of automobilism?

Thomas Hillenbrand, Statussymbol Auto: Letzte Ausfahrt Rasenmäher. Spiegel Online, 08.12.09

Auf Spiegel Online zweifelt Thomas Hillenbrand heute an, dass das Auto in Zukunft noch die Rolle spielen wird, die es ein Jahrhundert, im Zeitalter des automobilism (Möser) innehatte. Zu groß ist die Konkurrenz anderer Prestigeprodukte:

„Gleichzeitig sind die vorherrschenden Objekte der Begierde heute schlichtweg andere. Noch bis in die neunziger Jahre galt, dass es für einen jungen Menschen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten gab, sich abzugrenzen oder auf sich aufmerksam zu machen: Klamotten und Autos. Heute stehen Pkw bei Jugendlichen – wenn überhaupt – ziemlich weit hinten auf der Wunschliste, lange nach iPods, Playstations und anderen Gadgets.“

Zudem wird in Zeiten von Billigflügen und ICEs die zurückgelegte Distanz wichtiger als das Gefährt, in der man sie zurücklegt:

Wer privat oder geschäftlich viel unterwegs ist, gewinnt eine völlig neue Mobilitätserfahrung. Er möchte zügig von A nach B gelangen – das „Wie“ ist zweitrangig. Das Auto wird für den globalen Nomaden zu einem Glied in einer Kette austauschbarer Verkehrsmittel, die man zwar benötigt, die einem aber nichts bedeuten.

Kurt Möser, einer der Technikhistoriker in Karlsruhe (der von Hillenbrand auch zitiert wird) würde hier wohl widersprechen