Archiv der Kategorie 'Cyborgs & Roboter'

Was ich mir zu Ostern wünsche:

Süßer kleiner Cyborg-Pinguin!

Cyborg Pinguin

Miese Mauser: Normalerweise erneuert sich das Federkleid von Pinguinen in vier bis sechs Wochen. Nicht so bei Pinguin Ralph aus dem Wildtierpark Marwell Wildlife im britischen Hampshire: Er verlor innerhalb eines einzigen Tages alle seine Federn.

Wie die BBC berichtet, hatten die Pfleger Sorge, dass sich der neunjährige Humboldt-Pinguin einen Sonnenbrand holen oder sich unterkühlen könnte. Unter ihrem dichten Federkleid, das sich normalerweise nach Aufzucht von Nachwuchs erneuert, haben die Tiere eine sehr empfindliche rosige Haut.

Die Park-Mitarbeiter bastelten Ralph nach dem Mauser-Malheur einen Schutzanzug aus dem Bein eines Taucheranzugs. Noch zwei Löcher für die Flossen hineingeschnitten, und schon konnten die Pfleger dem Pinguin die neue Schutzhülle überstülpen.

Alle Federn weg: Nackter Pinguin im Taucheranzug. Spiegel Online, 14.08.2009

Wenn das Elektronenhirn der Mensch-Maschine versagt…

… oder: Zombies der Technik. Eigentlich komisch, meist geht es bei Cyborgs im allgemeinen Sprachgebrauch ja nur um Hardware-Ersatz für Lebewesen wie künstliche Gliedmaßen, Organe etc. – seltener um eine technische Steuerung, die organische Komponenten hat. Fällt mir wohl nur wegen der Urlaubsrückfahrt vor zwei Tagen auf.

Thomas Hillenbrand, Abgewürgt. Navi an, Gehirn aus, Spiegel Online, 28.08.2009

Ufff…

…heute nacht 5 Seiten runtergerissen… und morgen sollte der Artikel, an dem ich nun schon anderthalb Wochen feile, fertig sein. Thema: Technische Evolution.

Bei der Betrachtung der Theorien Max Benses, Hugo Theodor Horwitz‘ und auch Samuel Butlers fällt auf, dass sich das Verständnis von Intelligenz im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundsätzlich gewandelt hat: Sieht Bense noch die Hollerithmaschine als Symbol einer maschinellen Logik und ihre Prozesse analog zu einem geistigen Vorgang und kommt Butlers These einer kommenden Versklavung der Menschheit durch die Maschinen noch vollkommen ohne eine technische Eigendynamik oder Ambition ihrerseits aus, so ist zwischen 20. und 21. Jahrhundert mit künstlicher Intelligenz weitaus mehr verbunden: Emotionen, Empathie, Dialogfähigkeit, ein Bewusstsein, das sich selbst in Frage stellen kann. Die kulturellen Ansprüche an eine künstliche Intelligenz beinhalten nun einen komplexeren Kanon an „menschlichen“ Attributen als ein paar Jahrzehnte zuvor noch. So sind beispielsweise die Cybermen, kybernetische Bösewichte in der BBC-Science-Fiction-Serie Doctor Who in den 1960er Jahren, als emotionslose und rein logisch argumentierende Gegner für ihre Epoche glaubwürdig; die Königin der kybernetischen Borg-Schwarmintelligenz aus dem achten Star Trek-Film „First Contact“ von 1996 wird hingegen zwar als rein logische Antagonistin eingeführt, entpuppt sich aber im Laufe der Handlung als individuelle Einheit und fast genauso emotional gesteuert wie ihre humanen Gegenspieler.

Cybermen
(1966)

Borg Queen
(1996)

Buuuuh!

Elektro

Was an Elektro, dem ersten amerikanischen Roboter doof ist? Nichts, ganz im Gegenteil. Ausbuhwürdig ist nur, dass immer wieder in einestages-Artikel auf Spiegel Online Bilder des Retrotechnik-Blogs davidszondy.com verwendet werden, ohne die Quelle anzugeben… Das ist ganz schön unfein, und man kann nur hoffen, dass sich der Autor nicht gerade wie der Entdecker einer Goldgrube fühlt, die ihm weiterhin kreatives Bildmaterial für unzählige Artikel liefern wird, ohne dass er die Arbeit der Quellensuche selbst übernehmen muss…

Roboterstar Elektro: „Ich. Habe. Ein. Ausgezeichnetes. Gehirn.“ Spiegel Online, 09.02.2009

Elektro auf ‚Tales of Futurepast‘

Robots ARE People!

Robots
http://blog.modernmechanix.com/2009/03/03/robots-are-people/

Die Welt der technikgeschichtlichen Blogs ist erstaunlich groß – und Modern Mechanix – eine Art Retropresseschau – ist ein wunderschönes Beispiel für die Schönheit trashiger und mitunter sinnloser Technologie…;)

Dinosaurierbasteln

Oh, mein Gott, sehen diese Echsen lebendig aus…
Irgendwie gab es für mich immer schlechte Dino-Darstellungen („Eine Millionen Jahre vor unserer Zeit“) und gute Dino-Darstellungen („Jurassic Park“) und bei der einen Kategorie hatte ich dilettantische Knetfiguren im Hinterkopf und bei der anderen Unmengen an cleveren Programmierern… die Allmacht der CGI sozusagen. Dass das alles dermaßen hardware-basiert funktioniert, hätte ich mir nicht träumen lassen, bis ich über diesen Film (leider ohne Angaben, wo und wofür die Modelle entstanden sind) gestolpert bin.

Nachtrag: Vermutlich ist der Zusammenschnitt aus dem Making-Of der BBC-Fernsehproduktion „Walking with Dinosaurs“ von 1999 – das würde zumindest das „WWD“ zu Beginn erklären…