Archiv der Kategorie 'Internet'

That was quick!

I really don‘t know what I‘m doing here but somehow it is cool.

(via torsun)

Hey, Piraten: Frieden?

So. Nachdem ich mich nun mehrere Stunden durch Blogs und Kommentare durchgelesen habe, bin ich nun doch wieder etwas friedlicher den Piraten gegenüber gesonnen – es gibt doch ziemlich viele, erfreulich klare Äußerungen in der Blogosphäre, in denen Piraten ihrer Wut über all die rechten Deppen Ausdruck verliehen haben. Zwar kann ich immer noch nicht nachvollziehen, weswegen sich Julia Seeliger den Hass unzähliger Kommentatoren zugezogen hat – darf man ab jetzt als politisch engagierter Mensch nicht mehr journalistisch tätig sein? Hätten sich Piraten über einen derartigen Artikel über Ursula von der Leyen aufgeregt? Wo ist plötzlich die vielbeschworene Pressefreiheit?1 Und vor allem: Inwiefern ist Seeligers Artikel „unfair“? – allerdings gibt es auf jeden Fall eine deutliche Strömung innerhalb der Piratenpartei, die zur Mäßigung aufruft und die aggressive Hetze verurteilt.

Bleibt nur die Frage: Wie kommt es, dass so viele Internetnutzer sich im Piratenumfeld dermaßen aggressiv gegen die verdammten „Gutmenschen“ und Linken äußern?

Meine Theorie wäre die: Viele Menschen in diesem Land positionieren sich ungerne politisch, obwohl sie eine politische Haltung haben. Sie scheuen vor Links-Rechts-Schemen zurück, vermeiden sogar den Begriff „Mitte“ zugunsten des vageren „unpolitisch“, misstrauen grundsätzlich der Politik und sind dankbare Abnehmer für Totalitarismustheorien, nach denen Links und Rechts fast dasselbe seien.

Das sind allerdings nicht die Leute, die die Piraten gegründet oder sie in den Europawahlkampf geführt haben2. Es passt nicht zu ihnen, sich dermaßen in einer neuen Partei zu engagieren.

Als allerdings plötzlich die Piraten durch den Wahlerfolg in den Fokus der Öffentlichkeit geraten sind, traten die Trittbrettfahrer auf den Plan: Leute, für die Piratenanliegen nicht unbedingt das Wichtigste in ihrer politischen Agenda sind (die allerdings Piratenhaltungen gerne uminterpretieren, sei es in eine antifeministische, sei es in eine antilinke Haltung). Genau diese Menschen müssen nicht unbedingt Mitglieder der Piratenpartei sein, sie genießen aber den Respekt, der den Piraten von der etablierten Politik plötzlich entgegengebracht wird – und werden deshalb, von einem Tag auf den anderen, Piratenanhänger. (Nicht mal mit dem erklärten Ziel, die Piraten nach rechts umzukrempeln. Eher als Freifahrtschein, aus einer schon bestehenden Bewegung heraus mit einer gewissen Rückendeckung im Netz agieren zu können. Dass das alles mit Wahlkampf nicht das geringste zu tun hat, dürfte klar sein.) Es sind nicht die Leute, die zu Demos aufrufen oder Wahlkampfstände machen. Es sind die Labersäcke, die in die letzte Woche Wahlkampf den YouTube-Umgangston hineingetragen haben, weil sie ein respektvoller Umgang mit anderen Parteien oder Meinungen herzlich wenig interessiert – ob nun im Sinne der Partei oder grad dagegen.

Vielleicht ein kleiner Gag zum Schluß, der die Idioten treffen und von den richtigen Piraten hoffentlich verstanden werden wird:

Piraten Bildung

(Und pardon, ich werde trotzdem wohl nicht Piraten wählen. Aber – um wieder auf die Freiheit zu kommen – das dürfte mein gutes Recht selber zu entscheiden sein, oder?)

PS: Trotzdem – ein paar klarere, schnellere, eindeutigere Distanzierungen wären wirklich nett gewesen. Etwa in dem Sinne „Tut uns leid, wir schämen uns gerade in Grund und Boden für den Umgangston, den vermeintliche rechtsoffene Anhänger von uns an den Tag legen.“

  1. Oder läuft das nach der Schiene „Wir-wollen-ja-nur-dass-es-nicht-verboten-ist-aber-auf-jemanden-verbal-eindreschen-ist-ganz-klar-Redefreiheit-und-entspricht-unserem-Politikverständnis“ [zurück]
  2. Bis auf – tja – Bodo Thiesen. Da hatte Seeliger völlig recht und der wird auch nicht knuffig, weil er all die bösen Nazirelativierungen und Antisemitismen angeblich ja nur so aus Spaß und zum Provozieren meint. Zack, schon stimmt meine Theorie nicht mehr. [zurück]

„Wenn die Freiheit einer Nation bedroht wird…“ (1:31)

Oh, da war mir David Rovics doch eindeutig lieber… was der davon halten würde?

„Amtliche Bekanntmachung an all unsere Anhänger:“

Piraten Maulkorb
(via F!XMBR)

Das ist aber nett von denen.

Piraten ohne Kompass?

Tja…

eigentlich wollte ich gerade einen Blog-Eintrag schreiben, in dem ich mich über die mittel-extremen bis anti-linken Kommentare zum Interview des Piraten-Vizes Andi Popp mit der Jungen Freiheit in seinem Blog auskotze…

„Wikipedia ist für (gesellschafts)politische Themen alles andere als eine objektive Informationsquelle. In solchen Fragen gibt es dort eine feministisch-linke Diskurshoheit. Alles andere wird weggemobbt und teilweise auch zensiert. Das sage ich, obwohl ich auch mal links dachte (68iger). Nun hat die SPD unter Schröder leider alle ihre Prinzipien verraten. Heute würde ich mich eher als Linksliberal bezeichnen. Denn wir haben unter den Mainstream-Medien keine Meinungsfreiheit mehr in diesem Lande, und zu denen gehört eben auch Wikipedia, die deshalb auch gerne schon als WikiPrawda bezeichnet wird.“

„Es ist eben dieser linke 68er Mainstream (Das Private ist politisch!), der zu der jetzigen Situation der Netzzensur geführt hat. Die Gebote des GG sind zutiefst konservative Werte und die finde ich ganz prima.
Also andi, wenn Du einen Arsch in der Hose hast, salbadere nicht derart dämliches, linkes Zeitgeistgeschwätz daher. Einfach mal Hirn einschalten und nicht in jedes (linke) Arschloch kriechen. DAS versprechen sich nämlich eure Wähler von euch!“

„Vor allem wenn nun die steineschmeißenden Linken ihre Naziplatzpatrönchen werfen und denken sie wären besonders un-Autobahn. Meist haben genau diese „Linken“ noch nicht einmal in der JF den Artikel gelesen. Nur so aus Troz, aber auch wegen Leseschwäche. Weil „rechts“ darf man nicht lesen, das unterliegt der Gedankenkontrolle, denn einfache Geister könnten ja schwach werden und auf einmal für „Rechts“ ihre Steinchen werfen (Ups, die werfen ja viel weniger, dann eben doch nicht, is ja auch viel zu wenig gebacken).“

… aber jemand anderes hat sich schon darum gekümmert:

„Das Erschreckende ist nicht, dass der Stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Andreas Popp der Jungen Freiheit ein Interview gegeben hat. Das Erschreckende ist auch nicht, dass Andreas Popp keine Ahnung hatte, wer oder was die Junge Freiheit ist. Genau genommen ist beides schon erschreckend genug. Aber gänzlich zur Geisterbahnfahrt wird die ganze Geschichte angesichts der zwischen Opportunismus und Wassollsismus inzwischen schon in die Hunderte gehenden Kommentare von Piratenanhängern auf Twitter und im Popp-Blog. Zur Durchsetzung der Bürgerrechte ist jedes Mittel recht. Wäre mein Jahresvorrat an Hitlervergleichen nicht aufgebraucht, würde ich sagen: Es riecht nach von Papen…

…Das Interview von Andreas Popp mit der JF war im Zweifelsfall sehr sehr dämlich, wenn man etwas kritischer sein will: ein politisches No-Go und schierer Dilettantismus. Viel schlimmer aber ist, dass die meisten kommentierenden Piraten offensichtlich vor lauter Pragmatismus vergessen, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen.

In dem Fall: Ob sie sich entscheiden, Rechtsextreme zu instrumentalisieren. Und sich gleichzeitig durch Rechtsextreme instrumentalisieren lassen.

Es ist noch ein weiter Weg für die Piraten. Sie sollten mal anfangen, die Segel zu stellen.“

- Frédéric Valin, Piraten auf Kurssuche, spreeblick.com, 15.09.09

Freiheits-O-Mat

Ein mit dem Wahlomat vergleichbares Feature gibt es jetzt auf http://www.buergerrechte-waehlen.de/ – ähnlich wie bei ersterem kann man durch Anklicken von Multible-Choice-Positionen herausfinden, welche Partei am besten für einen geeignet ist, nur eben mit dem Fokus auf Sicherheits- und Rechtspolitik der einzelnen Parteien.

Grundsätzlich ist das ja eine ganz nette Idee und ich habe auch sehr gerne mitgemacht (wobei ich nicht unbedingt eine große Überraschung erlebt und erwartet habe; natürlich wird beim „Freiheits-O-Mat“ (taz) bei den meisten linken Leuten die Piratenpartei genauso herauskommen, wie beim Wahlomaten bei Menschen mit halbwegs sozialem Bewusstsein, die noch dazu gegen den Afghanistankrieg sind, eben die Linke. Ein paar schwache Punkte sind mir dabei aber aufgefallen:

1.) Einige Fragen sind (unbeabsichtigt?) so geraten, dass selbst die liberalsten Menschen die vermeintlich konservativere Position wählen würden. Beispiel gefällig?

Sollen Staatsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen das Recht haben, Computer per Internet zu durchsuchen?

Unter bestimmten Voraussetzungen: Natürlich! Auf jeden Fall soll der Computer des Bankers durchsucht werden können, der mit einem ausgeklügelten System mehrere tausend Menschen arbeitslos gemacht und/oder ihrer Ersparnisse beraubt hat und nun wegen Untreue von einem Gericht verurteilt wurde. Der feine Unterschied zwischen ihm und dem Betreiber einer vom Verfassungsschutz beobachteten Homepage liegt darin, dass ersterer definitiv eine Straftat begangen hat, während sie bei zweiterem nur vermutet wird und bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung zu gelten hat.

Es ist ja nicht so, dass die Grundrechte in unserer Gesellschaft unter keinen Umständen eingeschränkt werden: Wir schränken das Recht auf Freizügigkeit für den überführten Inhaftierten ein, wir schränken das Grundrecht auf Leben für den Menschen ein, der einem anderen in einer bestimmten Situation eine geladene und entsicherte Waffe an die Stirn hält. Die Leitidee der Bürgerrechtler setzt aber doch dort ein, wo auf bloßem Verdacht Daten vom Staat gesammelt und ausspioniert werden, wo die Unschuldsvermutung einfach ausgesetzt wird. Bei einer so schwammigen Formulierung wie „unter bestimmten Voraussetzungen“ kann ich mir immer (wie die meisten anderen Menschen wohl ebenfalls) eine Situation vorstellen, die Datenklau oder ähnliches rechtfertigt.

2.)

„Sogar danach, ob es einem wichtig ist, eine Partei zu wählen, die den Innen- und den Justizminister stellen möchte, wird gefragt. Das haben übrigens lediglich die CDU und die Piratenpartei mit Ja beantwortet. An dieser Stelle hätte man – mit Blick auf die Piratenpartei – durchaus auch fragen können: „Möchten Sie eine Partei wählen, die voraussichtlich die Fünf-Prozent-Hürde knackt“.

Zwar ist es richtig, dass die Piratenpartei Eingang in den Test gefunden hat, ist sie doch in der medialen Wahrnehmung die Kraft, die man mit „Bürgerrechten im Netz“ assoziiert – dennoch wäre eine solche Ergänzung, wenn man die Piratenpartei schon hineinnimmt, sinnvoll gewesen.“

- Julia Seliger, Wahlhilfe im Internet: Freiheits-O-Mat gestartet. taz, 07.09.09

Das Gegenargument eines Piraten wäre wohl zu diesem Punkt:

Jede Stimme für uns (oder eine andere kleine Partei) macht den Mächtigen Angst und sie werden ihre Gesetzgebung überdenken.

Allerdings ist mitunter der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach – wenn bei meinem Testergebnis die Linke mit immerhin 80% abschneidet, die Piraten mit 92 %, dann könnte es mir die zwölf fehlenden Prozent wert sein, eine Partei zu wählen, die zumindest geringe Chancen auf eine Regierungsbeteiligung hat. Was uns zu dem etwas heiklen Punkt führt, dass die Piratenpartei eigentlich in vielen Sachen Positionen mit der Linken teilt (bis hin zu Punkten wie der Kritik am Afghanistaneinsatz, die in der offiziellen Linie der Partei nicht angesprochen, aber trotzdem von vielen Parteiaktivisten geteilt werden) und paradoxerweise vielleicht für manche Parteimitglieder die Möglichkeit darstellt, eine Partei mit diesen Positionen zu unterstützen, ohne mit der Alt-SED äh, Arbeitslosenpartei Linken in Verbindung gebracht zu werden.

Man merkt mir vielleicht an, dass ich im Vergleich zu den letzten Monaten [1.], [2.], [3.], [4.] inzwischen etwas kritischer gegenüber den Piraten eingestellt bin. Bei den Europawahlen fand ich es ein wichtiges Signal, dass sich der Widerstand im Web formiert und ich war selbst stolz wie Oskar auf meine Heimatstadt, als die Piraten in Karlsruhe das (zweit?)beste Ergebnis einfuhren. Die Petition, der Wechsel von Jörg Tauss zu den Piraten, plötzlich die orangenen Plakate überall, lobende Artikel in vielen Leitmedien – alles schön und gut. Als dann der StudiVZ-Boom losging, fand ich das schon wieder ein kleines bißchen doofer:

Toll, jetzt haben die Leute, die auf ihrem Profil „Unpolitisch“ ankreuzen, eine nette, kleine, harmlose Partei gefunden, die weder den Herrschenden noch dem eigenen postmodernen Befinden zwischen Hedonismus und Loha-Identität unbequem oder gar gefährlich werden kann.

Natürlich werden mich die meisten engagierten Piraten jetzt nun am liebsten teeren und federn wollen (über die Planke jagen passt wohl besser, oder? ;) ) und natürlich ist eben dieses Bauchgefühl, das mich befiel, verallgemeinernd und wird vielen Aktivisten nicht gerecht, die sowohl für ein freies Internet als auch die Achtung der Grundrechte mit dem Säbel in der Hand zu sterben bereit wären (wieviel Piratenkalauer werde ich noch unterbringen?). Aber mir ist inzwischen doch die Single-Issue-Einstellung der Piraten angesichts von Krieg, Krise und Kanzlerin doch etwas zu nett geworden, als dass ich sie wählen werde…

Aber, hey, Piraten! Nächste Europawahl? Fest versprochen…;)

Noch was zum Mob:

Mit einer innovativen Aktionsform wollten Neonazis in diesem Jahr in Form von „Flashmobs“ zur Heß-Ehrung antreten. Doch die flapsige Nazi-Feier stieß in den eigenen Reihen nicht nur wegen zu viel Modernismus auf Kritik; es wurde auch befürchtet, damit liefere man unnötig „Kameraden“ an Polizei und Antifa aus. Zur Verteidigung des Konzeptes traten in der Folge nur noch wenige Neonazi-Gruppen an wie etwa das Internetportal „Spreelichter“ aus Südbrandenburg, das von Szenekennern als Ursprung der „Hessmob“-Idee vermutet wird.

Und weiter:

Doch die Lausitzer „Widerstandskämpfer“ fanden bundesweit nur wenig Widerhall. In den alten Bundesländern trafen sich nur vereinzelt kleine Gruppen von Neonazis in Provinzstädten wie etwa dem badischen Emmendingen, wo ein knappes Dutzend Heß-Fans auf bereits wartende Gegendemonstranten traf. In verschiedenen Städten wie Ulm, Karlsruhe, Darmstadt, Bonn, Frankfurt/Main und selbst in kleineren Orten wie Schwarzenbek (Schleswig-Holstein) warteten jeweils Hunderte Nazi-Gegner auf den angekündigten „Hessmob“, der dort jedoch mit Null-Präsenz ausfiel. So hatten auch die jeweils bereit stehenden Polizeikräfte wenig zu tun. Lediglich in Wetzlar wurde nach Polizeiangaben auf der Lahn ein Schlauchboot mit Rechtsextremisten aufgegriffen. Die Beamten stellten die Personalien des Mobs im Gummiboot fest.

Rocken ist was anderes.

Neonazis: Brauner Mob flashte nicht. redok, 17.08. 2009

No Nazis (im wahrsten Sinne des Wortes) – kein Hessmob in KA, dafür 250 Gegendemonstranten.

Tja… das mit dem Flashmob war wohl nix. Zumindest in Karlsruhe, wo außer zwei, drei Schwarzgekleideten, die man nicht sicher einordnen konnte und die das Geschehen am Rande beobachteten, am Marktplatz definitiv keine Nazis Hess-Sprüche zitierend abhingen. Dafür standen aber 250 Gegendemonstranten mit Pfeifen, Fahnen und in einem Falle sogar einer (fröhlichen, by the way) Konzertina bereit, erwarteten den Glockenschlag halb acht und verliefen sich dann nach weiteren zehn Minuten. Lustigerweise findet regelmäßig um diese Uhrzeit die Montagsdemo der MLPD statt – das mit der Terminwahl war wohl doch etwas ungeschickt für die Kurzhaarigen.

Irgendwie fühlten wir uns ein bißchen wie Anhänger irgendeiner obskuren Sekte, die am vereinbarten Zeit- und Treffpunkt drauf wartet, dass nun ein UFO kommt, um uns zum verheißenen Planeten unseres Gurus zu bringen – und nun steht man da, kuckt sich die ganze Zeit um und fragt sich, wo denn nun das blöde Ding bleibt.

Kuckt man sich das Getwitter auf #Antimob09 an, scheint auch insgesamt nicht wirklich was los gewesen zu sein. Einzige Ausnahmen bisher: Es gibt zwei YouTube-Videos, eins aus Chemnitz, eins aus Löbau, wobei das Geschehen auf letzterem auch theoretisch zu irgendeiner anderen Zeit auf dem letzten Hinterhof aufgenommen worden sein könnte.

Was war das Ganze also? Ich würde ja auf ein, zwei rechte Hanseln tippen, die genug HTML konnten, um die Aufrufseite ins Netz zu stellen – und eine vielleicht dreistellige Anzahl von Trittbrettfahrern im ganzen Bundesgebiet, die darauf angesprungen sind. Statement eines österreichischen Fotoblogs dazu:

Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder der Hessmob war ein Fake und der Urheber – egal welcher Fraktion dieser zuzuordnen ist – sitzt jetzt vor seinem Rechner und lacht sich ob der allgemeinen Aufregung ins Fäustchen. In diesem Fall ein ziemliches Pech für die paar Nazis die sich überall in großer Unterzahl fanden. Oder aber es war kein Fake, allerdings hätte dann die Mobilisierung der rechten Fraktion komplett versagt.

(War wohl nix. Der Antimob09 in Wien. ikoon photography, 17.08. 2009)

Das Irritierendste war wohl an der ganzen Sache, dass das Ganze im Vorfeld so rüberkam, als würden Nazis inzwischen linke Strategien rasant schnell adaptieren und anwenden. Naja – Pustekuchen. (Im übrigen war das wohl die erste Gegendemo auf der ich war, bei der sowohl der Anlass als auch die Gegenaktionen komplett im Web dirigiert wurden und bei der es keine Flyer, Plakate etc. gab.)

http://search.twitter.com/search?q=%23Antimob09
Neonazi Flashmob: Kein Nazigedenken in Karlsruhe – dennoch Platzverweise. Ka-News, 17.08. 2009

Scatterbrains nun auf blogsport.

Scatterbrains

Ja, die ebenso fulminanten wie altehrwürdigen Scatterbrains haben es nun doch geschafft, mit ihrer Folk-Punk-Homepage den Anbieter zu wechseln und vom langweiligen Blogger zum viel trendigeren Blogsport zu wechseln… ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra darauf.