Archiv der Kategorie 'Literatur'

Tod auf eigenes Verlangen

Gestern veröffentlichte der Guardian ein bewegendes Plädoyer für Sterbehilfe; Autor war der britische Fantasy- und Science Fiction-Autor Terry Pratchett, der seit ein paar Jahren selbst an Alzheimer erkrankt ist.

Terry Pratchett: A tribunal of mercy. The Guardian, 01.02.2010
As I face Alzheimer’s, I want to die at a time of my choosing. We need a better way of assisting loved ones who wish the same…

Die Martier sind auf der Erde!

Santa Martians

Jetzt kann ich mir doch nicht verkneifen, was von Kurd Lasswitz über die Gesellschaft der Martier (bzw. Marsianer, wohl die direkte Übertragung von englisch „Martians“) hier zu posten…

Man stellte sich wohl vor, daß sich die Martier durch wunderbare Erfindungen eine ungeheure Macht über die Natur angeeignet hätten, aber man hatte keinerlei Verständnis dafür, wie ihre ethische und soziale Kultur sie den Gebrauch dieser Macht benutzen, mäßigen und einschränken ließ. Vor allem blieb das eigentliche Wesen ihrer staatlichen Ordnung trotz der Erläuterungen in Ells Buch ein Rätsel. Die individuelle Freiheit war so überwiegend, die Entscheidung des einzelnen in allen Lebensfragen so ausschlaggebend und so wenig von staatlichen Gesetzen überwacht, daß vielfach die Ansicht ausgesprochen wurde, das Gemeinschaftsleben der Martier sei durchaus anarchistisch.

In der Tat, die Form des Staates war auf dem Mars an kein anderes Gesetz gebunden als an den Willen der Staatsbürger, und so gut ein jeder seine Staatsangehörigkeit wechseln konnte, so konnte auch die Majorität, ohne in den Verdacht der Staatsumwälzung oder der Staatsfeindschaft zu kommen, von monarchischen zu republikanischen Formen und umgekehrt übergehen. Keine Partei nahm das Recht in Anspruch, die alleinige Vertreterin des Gemeinschaftswohls zu sein, sondern in der gegenseitigen, aber nur auf sittlichen Mitteln beruhenden Messung der Kräfte sah man die dauernde Form des staatlichen Lebens. Es gab keinen regierenden Stand, so wenig es einen allein wirtschaftlich oder allein bildend tätigen Stand gab. Vielmehr war zwischen diesen Berufsformen ein stetiger Übergang, so daß ein jeder, ganz nach seinen Fähigkeiten und Kräften, diejenige Betätigungsform erreichen konnte, wozu er am besten tauglich war. Dies war freilich nur möglich infolge des hohen ethischen und wissenschaftlichen Standpunktes der Gesamtbevölkerung, wonach die Bildungsmittel jedem zugänglich waren, aber von jedem nur nach seiner Begabung in Anspruch genommen wurden. Natürlich bedeutete das nicht die Herrschaft des Dilettantismus, sondern jede Tätigkeit setzte berufsmäßige Schulung voraus, der Eintritt in höhere politische Stellen vor allem eine tiefe philosophische Bildung. Aber der Fähige konnte sie erwerben. Und dies beruhte wieder darauf, daß die Beherrschung der Natur durch Erkenntnis die unmittelbare Quelle des Reichtums in der Sonnenstrahlung erschlossen hatte.

Andere wieder behaupteten, die Staatsform der Martier sei durchaus kommunistisch. Auch hierfür schien manches zu sprechen. Denn wenn auch, was Ell nicht genügend hervorgehoben hatte, die Verwaltung der großen Betriebe der Strahlungssammlung, des Verkehrs und so weiter tatsächlich in der Hand von Privatgesellschaften lag, so war doch das Anlagekapital Staatseigentum. Es existierte auch eine staatliche Konzentration der wirtschaftlichen Tätigkeit, obwohl diese der Arbeit des einzelnen völlig freie Hand ließ und keineswegs die Güterproduktion durch Vorschriften regelte. Aber die Zentralregierung, deren Mitglieder auf eine zwanzigjährige Amtsdauer erwählt wurden, setzte unter Einwilligung des Parlaments einen „Strahlungsetat“ fest, das heißt, es war dadurch für ein Jahr im voraus bestimmt, welches Maximum von Energie der Sonne entnommen, also auch welches Maximum mechanischer Arbeit auf dem Planeten geleistet werden konnte. Sie setzte auch ein bestimmtes Kapital fest, das jeder als ein zinsloses Darlehen in Anspruch nehmen konnte, falls seine eignen Arbeitsmittel durch ungünstige Verhältnisse in Verlust geraten waren. Im übrigen aber war ein jeder auf seinen eigenen Fleiß angewiesen.


Kurd Lasswitz, Auf zwei Planeten, 1897. Kapitel: Die Martier sind auf der Erde!

Der Humanist und Fortschrittsgläubige Lasswitz musste (glücklicherweise) nicht mehr erleben, wie seine Bücher im NS verboten wurden.

PS: Ein Keks für den- oder diejenige, die die Filmanspielung oben versteht!

Am Nordpol.

Auf zwei Planeten

:) Science Fiction ist toll. Hörspiele sind ebenfalls toll (manche Leute hören ab Anfang 20 mehr „Die drei ???“ als in den zwei Jahrzehnten zuvor „Bibi Blocksberg“ oder „Huibuh, das Schloßgespenst“ zusammen). Vor ein paar Tagen bin ich auf freesound.org gestoßen, eine Open-Access-Database für Sounds… und gestern auf einige der inzwischen gemeinfreien Werke eines der ersten deutschen Science-Fiction-Autoren, Kurd Lasswitz (1848 – 1910). Und Audacity hab ich ja sowieso schon auf dem Rechner…*gg*

Nun muss ich nur noch Leute finden, die Lust haben, Sprecherrollen in einer episodenhaften Hörspielvertonung von Lasswitz‘ „Auf zwei Planeten“ zu übernehmen. Und evtl. ein besseres Mikro.

(Leute aus Karlsruhe, bitte melden! :) )

MyLibrary.

Photosynth von Microsoft ist ein Programm, das aus Einzelbildern einen 3D-Raum berechnet und wurde als Konkurrenz zu Googles StreetView konstruiert, nur eben eher für Innen- als Außenansichten. Jetzt könnte man sagen: Nettes Teil, falls ich mehr Zeit mit dem Fotografieren des Urlaubsort als mit dem Urlaub selbst dort verbringen will, habe ich ja nun genau das Richtige gefunden. Andere Anwendungsgebiete könnte das Erstellen eines Planes für den Einbruch in ein Museum sein – vorausgesetzt, es fällt niemandem auf, dass man den Tag damit verbringt, jeden Quadratzentimeter der Wände abzufotografieren. Also auf jeden Fall schick, futuristisch, spock1 – und herzlich nutzlos. Der Multimedia-Dozent, der mich darauf stieß, schlug uns vor, dass wir den Weg zur nächsten WG-Party abfotografieren und die entstandene Wegbeschreibung an Gäste von außerhalb verschicken.

Was aber, wenn ich meine eigene Bibliothek damit abfotografiere und sie ins Netz stelle?
1.) könnten so Kommilitonen und Kollegen sich einen Einblick verschaffen, was mich interessiert, was ich für lesenswert halte, wie die Mischung von wissenschaftlicher und fiktioneller Literatur beschaffen ist und ob ich Ausgaben von Büchern habe, die nicht mehr aufgelegt werden.
2.) könnte man bei Bedarf, wenn die Zeit knapp wird bis zur Abgabe einer Arbeit und keine Bibliothek mehr offen hat, einfach kurz nachfragen, ob man sich Conrad Matschoss, Große Ingenieure. Lebensbeschreibungen aus der Geschichte der Technik, München, 1937 ausleihen kann (zugegebenermaßen halte ich es für wahrscheinlicher, dass eher Kommilitonen darauf zurückgreifen)
3.) sind Bücher für Wissenschaftler oft nicht nur Informationsquellen, sondern auch Statussymbole. In der Geschichte kann das der Ploetz sein, in der Technikgeschichte die gleichnamige Propyläen-Reihe oder bei Physikern der Tippler – eifrige Forscher könnten sich also geschmeichelt fühlen, ihre Bibliothek abzufotografieren und wie eine Visitenkarte ins Netz zu stellen, um die Mischung aus Erstauflagen und Antiquitäten vorzuzeigen. Gleichzeitig könnten sie sich damit besser und glaubwürdiger darstellen als mit einem XING-Profil.

[Und der nächste Schritt wären dann die Hyperlinks zu den Büchern auf Projekt Gutenberg bzw. anderen Open Source-Seiten…]

Was auch immer, witzig wäre es, sich durch andere Bibliotheken durchzuklicken. Dasselbe, wie wenn man bei jemandem zu Besuch ist und sich seine Bücher anschaut. Und bei manchen Kollegen würden viele von uns wohl den rechten Arm geben, um zu erfahren, was sie so in ihrer Freizeit lesen.

Matthias Kremp: Microsoft Photosynth. Aus Schnappschüssen werden 3D-Bilder. Spiegel Online, 21.08.2008

Felix Knoke: Virtual Earth und Photosynth. Eine Welt aus 3-D-Schnappschüssen, Spiegel Online, 09.05.2009

Achja, einen Haken hat die Sache doch: Man muss zum Ankucken der Synth-Welten Microsoft Silverlight installieren, das ist im Grunde genommen die MS-Antwort auf Flash…

  1. Doctor Who, The Empty Child, Ausstrahlung 21. Mai 2005, BBC [zurück]

Lesestunde.

Samuel Butler, Darwin Among the Machines (1863)

Darwin Among the Machines
[To the Editor of the Press, Christchurch, New Zealand, 13 June, 1863.]

Sir—There are few things of which the present generation is more justly proud than of the wonderful improvements which are daily taking place in all sorts of mechanical appliances. And indeed it is matter for great congratulation on many grounds. It is unnecessary to mention these here, for they are sufficiently obvious; our present business lies with considerations which may somewhat tend to humble our pride and to make us think seriously of the future prospects of the human race. If we revert to the earliest primordial types of mechanical life, to the lever, the wedge, the inclined plane, the screw and the pulley, or (for analogy would lead us one step further) to that one primordial type from which all the mechanical kingdom has been developed, we mean to the lever itself, and if we then examine the machinery of the Great Eastern, we find ourselves almost awestruck at the vast development of the mechanical world, at the gigantic strides with which it has advanced in comparison with the slow progress of the animal and vegetable kingdom. We shall find it impossible to refrain from asking ourselves what the end of this mighty movement is to be. In what direction is it tending? What will be its upshot? To give a few imperfect hints towards a solution of these questions is the object of the present letter.

We have used the words “mechanical life,” “the mechanical kingdom,” “the mechanical world” and so forth, and we have done so advisedly, for as the vegetable kingdom was slowly developed from the mineral, and as in like manner the animal supervened upon the vegetable, so now in these last few ages an entirely new kingdom has sprung up, of which we as yet have only seen what will one day be considered the antediluvian prototypes of the race.

We regret deeply that our knowledge both of natural history and of machinery is too small to enable us to undertake the gigantic task of classifying machines into the genera and sub-genera, species, varieties and sub-varieties, and so forth, of tracing the connecting links between machines of widely different characters, of pointing out how subservience to the use of man has played that part among machines which natural selection has performed in the animal and vegetable kingdoms, of pointing out rudimentary organs * which exist in some few machines, feebly developed and perfectly useless, yet serving to mark descent from some ancestral type which has either perished or been modified into some new phase of mechanical existence. We can only point out this field for investigation; it must be followed by others whose education and talents have been of a much higher order than any which we can lay claim to.

Some few hints we have determined to venture upon, though we do so with the profoundest diffidence. Firstly, we would remark that as some of the lowest of the vertebrata attained a far greater size than has descended to their more highly organised living representatives, so a diminution in the size of machines has often attended their development and progress. Take the watch for instance. Examine the beautiful structure of the little animal, watch the intelligent play of the minute members which compose it; yet this little creature is but a development of the cumbrous clocks of the thirteenth century— it is no deterioration from them. The day may come when clocks, which certainly at the present day are not diminishing in bulk, may be entirely superseded by the universal use of watches, in which case clocks will become extinct like the earlier saurians, while the watch (whose tendency has for some years been rather to decrease in size than the contrary) will remain the only existing type of an extinct race.

The views of machinery which we are thus feebly indicating will suggest the solution of one of the greatest and most mysterious questions of the day. We refer to the question: What sort of creature man’s next successor in the supremacy of the earth is likely to be. We have often heard this debated; but it appears to us that we are ourselves creating our own successors; we are daily adding to the beauty and delicacy of their physical organisation; we are daily giving them greater power and supplying by all sorts of ingenious contrivances that self-regulating, self-acting power which will be to them what intellect has been to the human race. In the course of ages we shall find ourselves the inferior race. Inferior in power, inferior in that moral quality of self-control, we shall look up to them as the acme of all that the best and wisest man can ever dare to aim at. No evil passions, no jealousy, no avarice, no impure desires will disturb the serene might of those glorious creatures. Sin, shame, and sorrow will have no place among them. Their minds will be in a state of perpetual calm, the contentment of a spirit that knows no wants, is disturbed by no regrets. Ambition will never torture them. Ingratitude will never cause them the uneasiness of a moment. The guilty conscience, the hope deferred, the pains of exile, the insolence of office, and the spurns that patient merit of the unworthy takes — these will be entirely unknown to them. If they want “feeding” (by the use of which very word we betray our recognition of them as living organism) they will be attended by patient slaves whose business and interest it will be to see that they shall want for nothing. If they are out of order they will be promptly attended to by physicians who are thoroughly acquainted with their constitutions; if they die, for even these glorious animals will not be exempt from that necessary and universal consummation, they will immediately enter into a new phase of existence, for what machine dies entirely in every part at one and the same instant?

We take it that when the state of things shall have arrived which we have been above attempting to describe, man will have become to the machine what the horse and the dog are to man. He will continue to exist, nay even to improve, and will be probably better off in his state of domestication under the beneficent rule of the machines than he is in his present wild state. We treat our horses, dogs, cattle, and sheep, on the whole, with great kindness; we give them whatever experience teaches us to be best for them, and there can be no doubt that our use of meat has added to the happiness of the lower animals far more than it has detracted from it; in like manner it is reasonable to suppose that the machines will treat us kindly, for their existence is as dependent upon ours as ours is upon the lower animals. They cannot kill us and eat us as we do sheep; they will not only require our services in the parturition of their young (which branch of their economy will remain always in our hands), but also in feeding them, in setting them right when they are sick, and burying their dead or working up their corpses into new machines. It is obvious that if all the animals in Great Britain save man alone were to die, and if at the same time all intercourse with foreign countries were by some sudden catastrophe to be rendered perfectly impossible, it is obvious that under such circumstances the loss of human life would be something fearful to contemplate—in like manner were mankind to cease, the machines would be as badly off or even worse. The fact is that our interests are inseparable from theirs, and theirs from ours. Each race is dependent upon the other for innumerable benefits, and, until the reproductive organs of the machines have been developed in a manner which we are hardly yet able to conceive, they are entirely dependent upon man for even the continuance of their species. It is true that these organs may be ultimately developed, inasmuch as man’s interest lies in that direction; there is nothing which our infatuated race would desire more than to see a fertile union between two steam engines; it is true that machinery is even at this present time employed in begetting machinery, in becoming the parent of machines often after its own kind, but the days of flirtation, courtship, and matrimony appear to be very remote, and indeed can hardly be realised by our feeble and imperfect imagination.

Day by day, however, the machines are gaining ground upon us; day by day we are becoming more subservient to them; more men are daily bound down as slaves to tend them, more men are daily devoting the energies of their whole lives to the development of mechanical life. The upshot is simply a question of time, but that the time will come when the machines will hold the real supremacy over the world and its inhabitants is what no person of a truly philosophic mind can for a moment question.

Our opinion is that war to the death should be instantly proclaimed against them. Every machine of every sort should be destroyed by the well-wisher of his species. Let there be no exceptions made, no quarter shown; let us at once go back to the primeval condition of the race. If it be urged that this is impossible under the present condition of human affairs, this at once proves that the mischief is already done, that our servitude has commenced in good earnest, that we have raised a race of beings whom it is beyond our power to destroy, and that we are not only enslaved but are absolutely acquiescent in our bondage.

For the present we shall leave this subject, which we present gratis to the members of the Philosophical Society. Should they consent to avail themselves of the vast field which we have pointed out, we shall endeavour to labour in it ourselves at some future and indefinite period.

I am, Sir, etc.,
Cellarius

Samuel Butler, Darwin Among the Machines, in: ders., A First Year in Canterbury Settlement and Other Early Essays, New York, S. 208 – 213

Bücher der letzten Tage

Rudolf Stoff Philosophie des Organischen bei Samuel Butler
Rudolf Stoff, Die Philosophie des Organischen bei Samuel Butler. Wien, 1929


Ian V. Hogg, John Weeks, An Illustrated History of Military Vehicles. London, 1980

Technik und Ethik
Hans Lenk, Günther Ropohl, Technik und Ethik. Stuttgart, 1993

Jim Knopf und der antirassistische Darwinismus.

faz.net jim knopf


Julia Voss: Darwin-Jahr 2009. Jim Knopf rettet die Evolutionstheorie, FAZ.net, 15. Dezember 2008

Der Artikel ist zwar schon etwas älter (ein Dozent hat mich auf ihn gestoßen), nichtsdestotrotz absolut genial: Es geht darin um eine Neuinterpretation des Kinderbuches „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ des 1995 verstorbenen Autors Michael Ende als Parabel des Darwinismus in der NS-Zeit. Danach erhielt Jim Knopf seinen Namen in Anlehnung an Darwins indigenen Reisebegleiter Jemmy Button auf der HMS Beagle und viele Themen des Kinderbuches können als Auseinandersetzung mit pseudodarwinistischen Theorien unterm Hakenkreuz gesehen werden; etwa die Drachenstadt, die nur „reinrassige“ Drachen betreten dürfen. Ende, der sich selbst oft als maßgeblich von Darwin beeinflußt bezeichnete, schrieb sozusagen die Version der Geschichte mit Happy End – und schlußendlich einem schwarzen König von Atlantis, in dessem Reich die Rasse keine Rolle mehr spielt:

„Michael Ende aber nahm das Kind Jim Knopf und schickt es noch einmal auf große Fahrt. Lummerland, das Miniaturengland, ist die Modellwelt, von der aus er die Geschichte neu konstruiert. Die Drachen, die Völker, ihre Heimat Atlantis werden den Nationalsozialisten entwendet. Die Mischwesen siegen, und alles darf sich mit allem verbinden. Rasse, Schande und Tod werden von Lukas, Jim, dem Riesen Tur Tur, Prinzessin Lisi oder Sursulapitschi überwunden; eine neue Evolution wird in Gang gesetzt.“

Ab und zu fällt es zwar schwer, den Interpretationen der Autorin zu folgen (etwa beim Unterstellen einer Intention Endes, mit Lummerland ein Miniaturmodell des Vereinigten Königreiches zu Darwins Zeiten zu schaffen, mit den drei Untertanen Frau Waas, Herr Ärmel und Lukas als Symbole für die drei Gruppen Kaufleute, Bürger und Arbeiter, die Viktorianismus, Industrialisierung und Empire vorantrieben), trotzdem ist der Artikel empfehlenswert und eigentlich müsste ich dafür eine weitere Rubrik „Gelungener Darwin-Rückgriff“ einrichten…;)

BibliOdyssey

BibliOdyssey ist eine wunderbare Reise in die Welt alter Literatur, die Macher haben schon selbst Bildbände mit all dem Kuriosen und Spannenden herausgegeben, was sie alles so finden. Zudem erfährt man über diesen Blog immer wieder Interessantes – etwa, dass es ein „Digitalisierungszentrum“ der Bayrischen Staatsbibliothek in München gibt, das alte Bildbände für eine digitale Bibliothek abfotografiert/einscannt…
Aus einem Athlethik und Fechtbuch aus dem 16. Jahrhundert:

sicle

Mair, Paul Hector: De arte athletica I – BSB Cod.icon. 393(1, Augsburg, Mitte 16. Jh. [BSB-Hss Cod.icon. 393(1]

Dietmar Dath kam, sah…

Maschinenwinter
… und es gelang ihm fast, die Spiegel-Journalisten vom Marxismus zu überzeugen…