Archiv der Kategorie 'Politik'

„Dass dabei nicht einmal vor der Diffamierung von Familienangehörigen zurückgeschreckt wird, ist infam.“

… auf ein solches Argument sollten all die Diktatoren und Präsidenten weltweit, die undemokratisch alle wichtigen Posten ihres Landes mit Verwandten bzw. Angehörigen desselben Klans besetzen, erst mal kommen

Hallo? Deswegen nennt man es doch „Vetternwirtschaft“. Und die Bekämpfung derselben gestaltet sich ganz schön schwierig, wenn die Nutznießer des Nepotismus nicht mehr beim Namen genannt werden sollen.

Affäre um Auslandsreisen: Westerwelle fühlt sich als Opfer des „linken Zeitgeists“. Spiegel Online, 13.03.2010

PS: Apropos „linker Zeitgeist“: Wenn ich FDPler wäre, würde ich mich ja beschweren beim großen Vorsitzenden, dass er Unbestechlichkeit, Geradlinigkeit und Unkäuflichkeit kampflos einfach so der linken Bande überlasst…;)

Er kann wirklich kein Englisch…

Carsten Volkery, Englisch-Künstler Oettinger: Schlimmer als „Westerwave“. Spiegel Online, 25.01.2010

Der Wahlkampf hat begonnen!

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Die Li.AL im StudiVZ
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Wahlwerbung der Linken.Alternativen Liste 2010

Die eine und die andere Seite.

Dietmar Hipp, Prozesse: Solidarisches Schweigen. Spiegel Online, 17.12.2009
Bei Straftaten von Polizisten sagen die Beamten nur selten gegeneinander aus. Staatsanwälte und Richter sind meist hilflos. Experten fordern unabhängige Ermittlungsbehörden… [mehr]

D. Schulz & L. Strothmann, Linke Gewalt nimmt zu: Das Verlangen nach Vergeltung. taz online, 17.12.2009
Erste Zahlen für 2009 zeigen: Politische Gewalt von links hat um bis zu 40 Prozent zugenommen. Selbst Autonome wundern sich über die junge, radikale Generation… [mehr]

Was uns die Finanzkrise bringt…

… die Erkenntnis, dass der als effizienter und erfolgreicher gelobte Kapitalismus in Wirklichkeit eher einem Kastensystem ähnelt, in dem die oberen Kasten das Geld der unteren Kasten verbrennen und sich dafür auch noch als Leistungsträger bezeichnen dürfen und in dem im Krisenfalle die unteren Kasten stärker besteuert werden, um den oberen Kasten weitere Kapitalverbrennungen zu ermöglichen. War irgendwie klar, dass nur Briten auf eine auf Solches hindeutende Untersuchung kommen können…

„Die Fragestellung der Analyse hat es in sich: Experten der New Economics Foundation (NEF) wollten wissen, welche Jobs mehr zum Wohlstand der Gesellschaft beitragen. Im Falle der Banker verglichen sie deren Einkommen mit der Wirtschaftsleistung der Finanzexperten, also mit ihren Steuerzahlungen und der Anzahl der geschaffenen Jobs. Das Ergebnis fällt negativ aus: Für jedes Pfund, das die Spitzenbanker verdienen, zahlt die Gesellschaft sieben Pfund drauf.

Noch verheerender fällt die Bilanz bei Steuerberatern aus: 47 Pfund kostet es die Gesellschaft, wenn einer der Steuerspargehilfen ein Pfund verdient. Der „Guardian“ wird in seiner Analyse der Studie noch etwas deutlicher: Die Führungskräfte von Werbeagenturen „zerstören“ mit jedem verdienten Pfund Werte der Gesellschaft in Höhe von elf Pfund.

Bei vielen Jobs im Niedriglohnsektor fällt die Rechnung ganz anders aus, nämlich positiv. So liege das Verhältnis zwischen Einkommen und gesellschaftlicher Wertschöpfung bei Müllmännern bei eins zu zwölf. Müllmänner helfen demnach, durch Recycling CO2-Emissionen einzusparen und Rohstoffverbrauch zu verringern. Die hochbezahlten Banker hingegen hätten mit fehlgeschlagenen Spekulationen hohen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet.

In der Kinderbetreuung steht einem Pfund Einkommen ein zusätzlicher Gewinn zwischen 7,00 und 9,50 Pfund gegenüber – unter anderem, weil Eltern weiterhin arbeiten können, weil Kinder bei guter Betreuung zusätzliche Lernanreize erhalten und so in ihrer Entwicklung gefördert werden.

Selbst Reinigungskräfte in einem Krankenhaus tragen laut der Studie mehr zum Wohl der Gesellschaft bei als die geschmähten Banker. „Für jedes Pfund, das wir ihnen zahlen, generieren sie mehr als zehn Pfund an gesellschaftlichem Wert“, schreiben die Autoren. Die gesellschaftliche Anerkennung für ihre Leistungen bliebe den Putzkräften aber verwehrt, die Löhne extrem niedrig.“

Britische Studie: Ökonomen preisen die Putzfrauen. Spiegel online, 14.12.09

„Wir können nicht Generationen von Studenten verheizen, wie das gegenwärtig passiert.“

Ui… schon das zweite Mal, dass heute vom Verheizen von Studierendengenerationen gesprochen wird:


taz: Was wäre die Alternative?

Nida-Rümelin: Was man jetzt noch erreichen kann, ist eine gründliche Reform innerhalb des Bologna-Prozesses. Da gibt es viele Möglichkeiten, bei denen aber auch die Wissenschaftspolitik mitmachen muss. Nicht durch solche Albernheiten wie ein Nachjustieren der Studierbarkeit durch den Akkreditierungsrat. Das gehört zurückverlagert an die Universitäten. Dort ist die Kompetenz, da sind die Studierenden, da können sie mitwirken.

Die Wissenschaftspolitiker müssen außerdem endlich verstehen, dass das Betreuungsverhältnis verbessert werden muss. Wir haben an den deutschen Unis oft zehnmal so viele Studierende pro Professor wie an amerikanischen Hochschulen.

taz: Ist der Beschluss im Akkreditierungsrat also Mogelpackung statt Korrektur?

Nida-Rümelin: Warten wir mal ab, wie sich das weiterentwickelt. Ich habe ein bisschen den Verdacht, in der Wissenschaftspolitik spielen viele auf Zeit und setzen darauf, dass der Studentenprotest rasch zusammenbricht und man im Grunde mit minimalen Korrekturen so weitermachen kann wie bisher. Der Bericht, den die Bundesbildungsministerin vor wenigen Wochen dem Kabinett zum Stand des Bologna-Prozesses vorgelegt hat, ist ein Dokument der Realitätsverweigerung. Wir können nicht Generationen von Studenten verheizen, wie das gegenwärtig passiert.

taz: Was sollen die Studierenden Ihrer Meinung nach jetzt tun?

Nida-Rümelin: Die Studierenden sollten sich nicht mit irgendwelchen vagen Versprechungen abspeisen lassen. Der Druck muss aufrechterhalten werden. Nur die Studierenden werden von der Wissenschaftspolitik ernst genommen, weil sie letztlich für 2 Millionen Wählerstimmen stehen.

Ex-Kulturstaatsminister stützt Studierende: „Die Politik spielt auf Zeit“. taz Online, 08.12.09

„Wir haben zwei Studentengenerationen verschlissen“

Heute gibt es ein Interview mit Bernhard Kempen, Präsident des Hochschulverbandes, auf Spiegel Online. Ein Auszug:


SPIEGEL ONLINE: Und wie sollen die missratenen Bachelorstudiengänge wieder erträglicher gestaltet werden?

Kempen: Weniger Arbeitsbelastung und insgesamt zwei Semester mehr Zeit. Wir sollten unbedingt auch die Mobilität der Studierenden wieder verbessern. Ins Ausland gehen die Studenten nämlich nicht mehr, Erasmus ist am Ende.

SPIEGEL ONLINE: Warum ist das so?

Kempen: Wir waren praktisch gezwungen, einzigartige Studiengänge zu entwerfen. Die Vorsitzenden der Akkreditierungskommissionen fragten immer: „Was ist denn Ihr Alleinstellungsmerkmal?“ Man hat mit dem Bachelor lauter Spezialstudiengänge installiert. Es war teilweise nicht mal mehr möglich, von Bonn nach Köln zu wechseln…

Herumdoktorn am Bachelor: „Wir haben zwei Studentengenerationen verschlissen“. Interview mit Bernhard Kempen, Spiegel Online, 08.12.09

Studiengebühren halten Frauen eher als Männer vom Studium ab.

Bedenklich ist an den vorläufigen HIS-Ergebnissen außerdem, dass mehr weibliche als männliche Schulabgänger mit Hochschulreife nicht studieren wollen (36 Prozent gegenüber nur 25 Prozent bei Männern). Bei den jungen Frauen gaben drei Viertel der Studienunwilligen an, Studiengebühren schreckten sie ab, bei den Männern fühlten sich nur 57 Prozent von der Campusmaut „sehr stark“ vom Studieren abgehalten. Frauen seien „risikoaverser“, nennen das die Forscher: Sie verschulden sich weniger gern als Männer.

Zack – ein weiteres Haar in der Suppe gefunden…

Christoph Titz, Alarmierende Studie: Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab. Spiegel Online, 04.12.09

Redtenbacher-HS besetzt!

Die Besetzer von HMU und HMO sind heute nacht ungefähr zwischen 1 bis 3 Uhr in den daneben gelegenen Redtenbacher-Hörsaal umgezogen, Grund dafür war ein Ultimatum des KIT-Präsidiums. Prorektor Becker war heute morgen schon im neuen Hörsaal, anscheinend wird die neue Besetzung vom Rektorat geduldet. Für alle Studis, deren Veranstaltungen im Redtenbacher-HS stattfinden sollte, gibt es Ersatzhörsäle.

Redtenbacher war übrigens einer der ersten Ingenieure, der seine Studis zu einer breiten Allgemeinbildung trieb und zu einem Studium Generale aufrief…