Archiv der Kategorie 'Science Fiction'

Was ich mir zu Ostern wünsche:

Heute abend gibt David Tennant den Löffel ab…

macht euch gefasst auf die Regeneration des Doctors und die Rückkehr der Time Lords…;)

http://www.bbc.co.uk/doctorwho/

„Wir können nicht Generationen von Studenten verheizen, wie das gegenwärtig passiert.“

Ui… schon das zweite Mal, dass heute vom Verheizen von Studierendengenerationen gesprochen wird:


taz: Was wäre die Alternative?

Nida-Rümelin: Was man jetzt noch erreichen kann, ist eine gründliche Reform innerhalb des Bologna-Prozesses. Da gibt es viele Möglichkeiten, bei denen aber auch die Wissenschaftspolitik mitmachen muss. Nicht durch solche Albernheiten wie ein Nachjustieren der Studierbarkeit durch den Akkreditierungsrat. Das gehört zurückverlagert an die Universitäten. Dort ist die Kompetenz, da sind die Studierenden, da können sie mitwirken.

Die Wissenschaftspolitiker müssen außerdem endlich verstehen, dass das Betreuungsverhältnis verbessert werden muss. Wir haben an den deutschen Unis oft zehnmal so viele Studierende pro Professor wie an amerikanischen Hochschulen.

taz: Ist der Beschluss im Akkreditierungsrat also Mogelpackung statt Korrektur?

Nida-Rümelin: Warten wir mal ab, wie sich das weiterentwickelt. Ich habe ein bisschen den Verdacht, in der Wissenschaftspolitik spielen viele auf Zeit und setzen darauf, dass der Studentenprotest rasch zusammenbricht und man im Grunde mit minimalen Korrekturen so weitermachen kann wie bisher. Der Bericht, den die Bundesbildungsministerin vor wenigen Wochen dem Kabinett zum Stand des Bologna-Prozesses vorgelegt hat, ist ein Dokument der Realitätsverweigerung. Wir können nicht Generationen von Studenten verheizen, wie das gegenwärtig passiert.

taz: Was sollen die Studierenden Ihrer Meinung nach jetzt tun?

Nida-Rümelin: Die Studierenden sollten sich nicht mit irgendwelchen vagen Versprechungen abspeisen lassen. Der Druck muss aufrechterhalten werden. Nur die Studierenden werden von der Wissenschaftspolitik ernst genommen, weil sie letztlich für 2 Millionen Wählerstimmen stehen.

Ex-Kulturstaatsminister stützt Studierende: „Die Politik spielt auf Zeit“. taz Online, 08.12.09

Wahl vorbei…

… und nun zu etwas völlig anderem.

Plan 9 From Outer Space

Wissenschaftler (?!)

Eigentlich klingt ganz schön viel der Zukunftsprognosen im Spiegel ganz nett (etwa die entschleunigte Gesellschaft, Wohlstand für alle, die Durchsetzung grüner Technologien, das Begrenzen des Wachstums…). Trotzdem… irgendwie merkt man schon, wes Geistes Kind die Verfasser der zitierten Studie sind:

Das dritte Szenario, das die Zukunftsforscher entwerfen, erinnert an das weltweite Vorgehen von Regierungen in den vergangenen Monaten: Unter dem Stichwort Sozialstaat 2.0 entwerfen sie das Modell einer sogenannten Big-Brother-Ökonomie. Darin übernimmt ein neo-autoritärer Staat zumindest mittelfristig die Oberaufsicht über Schlüsselbranchen und Unternehmen und schreibt zum Beispiel Banken eine absolute Obergrenze für Eigen- und Fremdkapital vor.

Definitionssache Freiheit. Aus der Perspektive sehr vieler Menschen in dieser Gesellschaft sind es eher die Unternehmen, die überwachen, kontrollieren und Freiheit beschränken – während der Staat sie beschütz(en soll)t(e). Autorität manifestiert sich eher darin, dass eine Kassiererin wegen ‚unterschlagenen‘ Pfandbons im Wert von € 1,30 entlassen werden kann und Firmen die Daten ihrer Arbeitnehmer ausspähen. Natürlich sieht das ein Unternehmer anders. Aus seiner Perspektive ist staatliche Einmischung gleichbedeutend mit Freiheitsbeschneidung – für manche anderen ist die Einmischung des Staates überhaupt erst die Ermöglichung der eigenen Freiheit.

Wesentlich radikaler ist wiederum das vierte Szenario, das die Zukunftsforscher entwerfen. Unter dem Stichwort „Verzichtskapitalismus“ zeichnen sie das Bild einer entschleunigten Ökonomie, die das bedingungslose Wachstum nicht mehr als oberstes Ziel begreift. Grundidee ist dabei, dass der Wachstumsgedanke der vergangenen Jahrzehnte den Planeten bereits über Gebühr belastet habe und weitere fatale Konsequenzen des Klimawandels verhindert werden müssen.

Tja, Meadows, der Club of Rome, die Grenzen des Wachstums… manche Ideen brauchen halt einfach ihre 30, 40, 50 Jahre um sich durchzusetzen…

Das Problem dieses von den Autoren als „Ökosoziales Gewächshaus“ bezeichneten Szenarios liegt in der Engstirnigkeit: Die „Verzichtsideologie der Nachhaltigkeitsbüßer“ führe zu „engstirnigem Öko-Spießertum“ und sei eine „naive Vision einer Heidi-Gutmenschenrepublik“.

WHAT?!

Hier, Jungs und Mädels, ist der Wischmob. Bitte haltet euch in Zukunft von wissenschaftlichen Studien fern und geht wegen eurer Heidi-Komplexe mal zum Psychiater.

Susanne Amann, Wirtschaft nach der Krise: Eine Zukunft, vier Szenarien. Spiegel Online, 18.09.09

>>>Ich geb dir gleich mal linke Deutungshoheit!!< <<

Goldig!

Star Treks Stärken lagen schon immer mehr in der Vision als in den Martial Art-Szenen.

Trip to Tübingen…

… am Sonntag morgen. Aufgenommen in der Münzgasse, beim Blauen Salon.


Beautiful.


Raummmmmmschiff!…:)

UFOs und Sci Fi.

Ufo Spiegel

Konjunktur hatten die britischen Ufo-Sichtungen zum Beispiel im Jahr 1996. Dafür gibt es möglicherweise eine einfache Erklärung: Experten führen den Anstieg von 117 Fällen im Jahr 1995 auf 609 im Folgejahr auf zwei Ereignisse zurück: Der Science-Fiction-Blockbuster „Independence Day“ kam in die Kinos, in dem Außerirdische die Erde überfallen und erst im letzten Moment von der Menschheit besiegt werden können. Außerdem erfreute sich die Mystery-Serie „Akte X“ zunehmender Beliebtheit.

„Es liegt auf der Hand, dass es einen Zusammenhang zwischen Zeitungsartikeln, TV-Programmen oder Alien-Filmen und der Zahl der Ufo-Sichtungen gibt, die dem Verteidigungsministerium mitgeteilt werden“, sagte Journalistik-Dozent David Clarke von der University of Sheffield.

Freigegebene Ufo-Akten: „Wir wollen, dass du mit uns kommst“. Spiegel Online, 17.08.09

Wie ich schon beim Science-Fiction-Workshop beim Action, Mond & Sterne vermutet habe: Science Fiction hat handfeste Auswirkungen auf die Gesellschaft…

PS: Das passt auch zur weiteren Theorie, dass Briten und Amerikaner gerade gegenüber Aliens und Raumschiffe durch langjährige Serien wie Doctor Who oder Star Trek sensibilisiert worden sind, während solche Theorien im deutschsprachigen Raum sich meist um außerirdische Besucher vor mehreren zehntausend Jahren drehen

Diese Klos trennen zwar noch Geschlechter…

…immerhin gibt es aber keine Segregation mehr zwischen Menschen, Robotern, Schneemännern und Aliens jeglicher Form und Rasse. Step by step…;)

Gefunden in einem Karlsruher Studentenwohnheim.

Ob Data auf der Enterprise eine eigene Toilette hat?

Die Martier sind auf der Erde!

Santa Martians

Jetzt kann ich mir doch nicht verkneifen, was von Kurd Lasswitz über die Gesellschaft der Martier (bzw. Marsianer, wohl die direkte Übertragung von englisch „Martians“) hier zu posten…

Man stellte sich wohl vor, daß sich die Martier durch wunderbare Erfindungen eine ungeheure Macht über die Natur angeeignet hätten, aber man hatte keinerlei Verständnis dafür, wie ihre ethische und soziale Kultur sie den Gebrauch dieser Macht benutzen, mäßigen und einschränken ließ. Vor allem blieb das eigentliche Wesen ihrer staatlichen Ordnung trotz der Erläuterungen in Ells Buch ein Rätsel. Die individuelle Freiheit war so überwiegend, die Entscheidung des einzelnen in allen Lebensfragen so ausschlaggebend und so wenig von staatlichen Gesetzen überwacht, daß vielfach die Ansicht ausgesprochen wurde, das Gemeinschaftsleben der Martier sei durchaus anarchistisch.

In der Tat, die Form des Staates war auf dem Mars an kein anderes Gesetz gebunden als an den Willen der Staatsbürger, und so gut ein jeder seine Staatsangehörigkeit wechseln konnte, so konnte auch die Majorität, ohne in den Verdacht der Staatsumwälzung oder der Staatsfeindschaft zu kommen, von monarchischen zu republikanischen Formen und umgekehrt übergehen. Keine Partei nahm das Recht in Anspruch, die alleinige Vertreterin des Gemeinschaftswohls zu sein, sondern in der gegenseitigen, aber nur auf sittlichen Mitteln beruhenden Messung der Kräfte sah man die dauernde Form des staatlichen Lebens. Es gab keinen regierenden Stand, so wenig es einen allein wirtschaftlich oder allein bildend tätigen Stand gab. Vielmehr war zwischen diesen Berufsformen ein stetiger Übergang, so daß ein jeder, ganz nach seinen Fähigkeiten und Kräften, diejenige Betätigungsform erreichen konnte, wozu er am besten tauglich war. Dies war freilich nur möglich infolge des hohen ethischen und wissenschaftlichen Standpunktes der Gesamtbevölkerung, wonach die Bildungsmittel jedem zugänglich waren, aber von jedem nur nach seiner Begabung in Anspruch genommen wurden. Natürlich bedeutete das nicht die Herrschaft des Dilettantismus, sondern jede Tätigkeit setzte berufsmäßige Schulung voraus, der Eintritt in höhere politische Stellen vor allem eine tiefe philosophische Bildung. Aber der Fähige konnte sie erwerben. Und dies beruhte wieder darauf, daß die Beherrschung der Natur durch Erkenntnis die unmittelbare Quelle des Reichtums in der Sonnenstrahlung erschlossen hatte.

Andere wieder behaupteten, die Staatsform der Martier sei durchaus kommunistisch. Auch hierfür schien manches zu sprechen. Denn wenn auch, was Ell nicht genügend hervorgehoben hatte, die Verwaltung der großen Betriebe der Strahlungssammlung, des Verkehrs und so weiter tatsächlich in der Hand von Privatgesellschaften lag, so war doch das Anlagekapital Staatseigentum. Es existierte auch eine staatliche Konzentration der wirtschaftlichen Tätigkeit, obwohl diese der Arbeit des einzelnen völlig freie Hand ließ und keineswegs die Güterproduktion durch Vorschriften regelte. Aber die Zentralregierung, deren Mitglieder auf eine zwanzigjährige Amtsdauer erwählt wurden, setzte unter Einwilligung des Parlaments einen „Strahlungsetat“ fest, das heißt, es war dadurch für ein Jahr im voraus bestimmt, welches Maximum von Energie der Sonne entnommen, also auch welches Maximum mechanischer Arbeit auf dem Planeten geleistet werden konnte. Sie setzte auch ein bestimmtes Kapital fest, das jeder als ein zinsloses Darlehen in Anspruch nehmen konnte, falls seine eignen Arbeitsmittel durch ungünstige Verhältnisse in Verlust geraten waren. Im übrigen aber war ein jeder auf seinen eigenen Fleiß angewiesen.


Kurd Lasswitz, Auf zwei Planeten, 1897. Kapitel: Die Martier sind auf der Erde!

Der Humanist und Fortschrittsgläubige Lasswitz musste (glücklicherweise) nicht mehr erleben, wie seine Bücher im NS verboten wurden.

PS: Ein Keks für den- oder diejenige, die die Filmanspielung oben versteht!